Weihnachtsfeier: Schafe, Hirte, König, Engel

von Edwin Boschmann

Weihnachtsfeier: Schafe, Hirte, König, Engel

Gerade haben wir die Weihnachtsgeschichte gehört. In unserem Zusammenhang, mit dem Weihnachtsbaum vor uns, mit der wunderschönen Dekoration, mit den schönen Liedern und der guten Stimmung, könnte man auf falsche Gedanken kommen. Als Jesus geboren wurde, war das alles ganz, ganz normal. Und sicherlich etwas komisch und schräg, da sie nicht da waren, wo sie eigentlich lebten. 4 Charaktere erscheinen in diesem Weihnachtsspiel. Auf die will ich eingehen.

 

Schafe:

Schafe sind relativ schutzlose Tiere. Bei uns in Deutschland gibt es nicht so viele Schafe. Und wenn, dann hören wir hauptsächlich von ihnen, da Wölfe im Anmarsch sind und sich immer wieder mal auch Schafe zur Nahrung reißen.

Schafe würden in der Wildnis, so wie sie bei uns gezüchtet sind, nicht allein überleben. Sie brauchen jemand, der auf sie aufpasst. Allerdings sind sie auch sehr gehorsam. Wenn sie gerufen werden, kommen sie.

Zurzeit Jesu gab es viele Schafe in Israel. Wir als Christen werden in der Bibel gern als Schafe dargestellt, die Jesu Stimme hören und ihm nachfolgen. Jesus selber wird auch als Lamm Gottes bezeichnet, der sich nicht selber schützen konnte.

Lämmer sind super niedlich und Inbegriff von Reinheit. Auch, weil sie überhaupt nicht scheu sind.

 

Hirte:

Hirten trugen große Verantwortung. Sie mussten auf die Herde aufpassen und sie beschützen. Das war gar nicht einfach. Heute gibt es nur noch selten Hirten. Wir kennen es vielleicht von Fernsehberichten, wie es z.B. bei den Massai Hirten gibt. Diese passen auf, dass ihre Rinder nicht von Löwen oder anderen Tieren gefressen werden. Sie kümmern sich um gute Weideplätze und sorgen für Wasser. Sie kümmern sich vor allem um kranke Tiere. Sie passen auf, dass ihre Tiere nicht gestohlen werden.

Als Jesus geboren wurde, gab es viele Hirten. Es war ein ganz normaler Beruf. Interessant ist, dass einige große Männer vorher Hirten waren. Mose war ein Schafhirte. David, als großer König, fing als Schafhirte an. Der Prophet Amos war Hirte.

In der Bibel wird Jesus als guter Hirte bezeichnet. Er kennt seine Schafe und diese kennen seine Stimme. In der Bibel werden geistliche Leiter auch als Hirten bezeichnet. Sie kümmern sich um die Gemeinde. Sie beschützen sie. Sie kümmern sich um geistliche Nahrung. Daher kommt auch die Berufsbezeichnung Pastor, was als Übersetzung nichts anderes bedeutet als Hirte.

 

König:

Könige tragen politische Verantwortung und sind Repräsentanten ihres Landes. Zu einem gewissen Grad haben sie auch eine Menge Macht und Einfluss.

In der Bibel werden Gott oder Jesus auch als Könige bezeichnet. Die damalige Hoffnung auf den Messias schaute zurück auf den König David und sein Herrschaftsreich. Er ist das große und gute Beispiel.

Die äußeren Zeichen eines Königs sind die Krone, sein Zepter und der Thron. Ihre Aufgabe ist es, sich um das Wohl des Volkes zu kümmern.
Im Krippenspiel haben wir gesehen, wie Könige zu Jesus kamen. Sie brachten ihm Geschenke und haben Jesus angebetet. Damit haben sie zugleich Jesus als ihresgleichen anerkannt, ebenfalls als einen König.

 

Engel:

Tja, was sind denn nun Engel? Es sind Boten Gottes in menschlicher Form. Im Alten Testament haben sie Nachrichten von Gott an ganz unterschiedliche Menschen überbracht. In der Zeit nach den biblischen Geschichten haben wir eigentlich keine Engelserscheinungen mehr. Obwohl wir wissen, dass sie existieren und auf uns aufpassen. Vielmehr ist es nun der Heilige Geist, der uns direkten Kontakt zu Gott ermöglicht.

Aber oftmals erleben wir andere Menschen als Engel Gottes in unserem Leben. Teilweise, weil wir Schutz durch sie erfahren; teilweise, weil wir durch sie von Gott hören. Somit können wir auch Engel für andere Menschen sein, wenn wir sie ermutigen, sie zu Gott lenken oder sie beschützen. Nicht umsonst kennen wir das Sprichwort: „Du bist ein Engel“. Ja, Gott will durch uns die Weihnachtsbotschaft an alle Menschen weitergeben. Somit sind wir alle Engel, oder Verkündiger göttlicher Botschaften.

 

Was haben nun Schafe, Hirten, Könige und Engel alle gemeinsam? Sie alle brauchen die Weihnachtsbotschaft oder geben sie weiter. Da gehörst du und auch ich dazu. Wir verkündigen eine gute Botschaft, die auch heute noch allem Volk wiederfahren soll. Christus, unser Retter, ist da. Er ist für alle da. Nicht nur für uns. Das ist Weihnachten.

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